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  • Julia

Ausrüstung - Nachhaltigkeit. Wie geht das? Teil I

In unserer Kategorie Ausrüstung stellen wir euch Tipps und Tricks zum Thema Ausrüstung vor. Was muss immer mit dabei sein und worauf muss ich beim Kauf achten? In welche Fallen tappen Einsteiger und wie schafft der Bergführer das eigentlich, dass sein Rucksack so klein ist?

Was brauche ich für Hochtour, Skitour, Haute Route, etc. ...


In unserem heutigen - und ersten - Beitrag zu diesem Thema erzählen wir euch etwas über die Philosophie, die bei uns im Vordergrund steht.


Nachhaltigkeit. Ein Wort das in aller Munde ist. Und das ist gut so.

Immer mehr Menschen sind sich ihres Fußabdrucks bewusst und wollen ihren Beitrag dazu leisten, unsere schöne Natur auch noch für unsere Kinder und Kindeskinder zu erhalten.

Aber was bedeutet das eigentlich im Hinblick auf eure Ausrüstung?


Bergschuhe, Hardshelljacke, Softshelljacke, Daunenjacke, atmungsaktive Unterwäsche, Kletterschuhe, Skischuhe, Steigeisen, Pickel, dünne Handschuhe, dicke Handschuhe und so weiter und so fort. Da kommt schon ganz schön etwas zusammen. Hört und fühlt sich erst mal nicht besonders nachhaltig an, dieser Einkaufskreuzzug, wenn man es denn nun wirklich ernst meint, mit der Geschichte.


Also, wie gestaltest du das Ganze so, dass du dich trotz deiner vollen Tüten und Kartons nicht schlecht dabei fühlst?



Investiere in Langlebigkeit


Die vielleicht einfachste Möglichkeit unserem Planeten etwas Gutes zu tun.

Investiere in Ausrüstung und Kleidung an der du lange Freude hast und die du nicht nach einer Saison wegwerfen musst. Auf kurze Sicht hast du vielleicht das Gefühl deinen Geldbeutel zu schonen, wenn du zu Discount-Ware greifst, auf lange Sicht kostet dich qualitativ minderwertige Ausrüstung aber nicht nur den letzten Nerv, sondern strapaziert deine Finanzen effektiv mehr, wenn du sie regelmäßig ersetzen musst.

Klar: das Shirt aus feinster Merinowolle fühlt sich vielleicht erst mal wie eine unnötige Extravaganz an. Aber wenn du nach mehreren Touren jedes Mal pitschnass und durchgeschwitzt am Gipfel frierst, siehst du die Sache vielleicht schon ganz anders.



Sammle Erfahrungen


Oft ist es - bei Anfängertouren - garnicht nötig schon alles selbst zu haben. Da tut es vielleicht auch die Softshelljacke von deiner besten Freundin oder der alte Pickel von deinem Papa (sofern noch funktionstüchtig).

In den meisten Fällen kannst du dir alles was du brauchst schon irgendwie zusammenklauben und bei Unsicherheiten ob das ein oder andere Teil zweckmäßig oder ausreichend ist, fragst du im Vorfeld nochmal beim Bergschulbüro nach.

So kannst du Erfahrungen sammeln und wenn du Blut geleckt hast, weißt beim Einkauf deiner eigenen Ausrüstung schon, worauf es dir ankommt. Was für dich gut funktioniert und was dich ziemlich genervt hat. So ersparst du dir einiges an unnötigen Ausgaben und vermeidest "Schrankhüter". Die braucht nämlich kein Mensch.

Was allerdings immer perfekt passen sollte sind die Schuhe. Und zwar eingelaufen. Gegen Blasen ist nämlich leider noch kein Instant-Hilfe-Kraut gewachsen.



Lass dich beraten


Schnell noch online bestellen. Bequem. Fix. Und ohne einen Fuß vor die Tür zu setzen.

Und auch hier gibt es mittlerweile Anbieter die auf Klimaneutralität setzen.

Und dennoch ersetzt nichts eine professionelle Beratung vor Ort. Falls du die Möglichkeit hast, kaufe lokal und beim Experten - denn auch wenn du das ein oder andere Teil online vielleicht um ein paar Euro günstiger bekommst, die Erfahrungswerte eines Profis wiegen diese vermeintliche Ersparnis locker auf.



Produktionsstandards


Verwirrt bei all den verschiedenen Zertifizierungen und Nachhaltigkeitsversprechungen? Was kann man denn nun wirklich guten Gewissens kaufen? Und ist überall wo fair draufsteht auch fair drin?


Mit diesen Fragen bist du nicht alleine und deshalb gibt es von uns demnächst einen kleinen Ausflug in die Welt der nachhaltigen Outdoorhersteller.

Grundsätzlich gibt es aber schon einmal zu sagen, dass sich ein bisschen eigene Recherche lohnt. So wirbt beispielsweise der bekannte Outdoor-Discounter Decathlon mit einer nachhaltig produzierten Produktreihe. Insofern lobenswert, weil bei der Herstellung recycelte Materialien verwendet wurden. Mehr erfährt der Kunde aber nicht. Und taucht man etwas tiefer in die Thematik ein, findet man heraus, dass eben jener Hersteller unter schlechtesten Bedingungen in Billiglohnländern produziert.



Das war's mit Teil I unserer Reihe zum Thema Nachhaltigkeit bei Bekleidung und Ausrüstung.

Stay tuned für mehr spannende Inhalte, Anleitungen und Empfehlungen!

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